{"id":155,"date":"2021-01-03T17:34:20","date_gmt":"2021-01-03T16:34:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/?page_id=155"},"modified":"2021-03-07T09:28:15","modified_gmt":"2021-03-07T08:28:15","slug":"begriffe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/index.php\/begriffe\/","title":{"rendered":"Begriffe, Lexikon"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"has-vivid-red-color has-text-color wp-block-heading\">Seide<\/h2>\n\n\n\n<p>Seide wird aus den Kokons der Seidenraupe, der Larve des Seidenspinners, gewonnen. Der Mensch nutzte schon fr\u00fch die F\u00e4higkeiten der Raupen des Seidenspinners, der \u201eSeidenraupen\u201c, zur Erzeugung von Seide; bereits vor 5000 Jahren wurden in China Seidenraupen gez\u00fcchtet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"834\" src=\"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Seidenspinner-drawing-1024x834.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-156\" srcset=\"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Seidenspinner-drawing-1024x834.jpg 1024w, https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Seidenspinner-drawing-300x244.jpg 300w, https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Seidenspinner-drawing-768x626.jpg 768w, https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/wp-content\/uploads\/2021\/01\/Seidenspinner-drawing.jpg 1240w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 89vw, (max-width: 1000px) 54vw, (max-width: 1071px) 543px, 580px\" \/><figcaption>Seidenspinner (Bombyx mori): M\u00e4nnchen, Weibchen, Raupe, Kokon, Puppe. Bild: Gemeinfrei, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=18699\">Link<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Seide kommt urspr\u00fcnglich aus China und war eine wichtige Handelsware, die \u00fcber die <strong>Seidenstra\u00dfe<\/strong> nach Europa transportiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-vivid-red-color has-text-color wp-block-heading\">Weben von Seide<\/h2>\n\n\n\n<p>Das <strong>Weben von Seide<\/strong> verlangt vom <strong>Seidenweber<\/strong> ein H\u00f6chstma\u00df an Perfektion, Konzentration und Konstanz. Entscheidend f\u00fcr die Qualit\u00e4t war auch das Gef\u00fchl f\u00fcr das Material. <\/p>\n\n\n\n<p>Bis zur <strong>Mitte des 19. Jahrhunderts<\/strong> arbeiteten die meisten Weber noch zu Hause an ihren Webst\u00fchlen. Durch die Einf\u00fchrung des <strong>Jacquard-Webstuhls<\/strong> werden jedoch viele Schritte der bisherigen Handarbeit \u00fcberfl\u00fcssig. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/wp-content\/uploads\/Jacquard02.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"605\" height=\"907\" src=\"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/wp-content\/uploads\/Jacquard02.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-535\" srcset=\"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/wp-content\/uploads\/Jacquard02.jpg 605w, https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/wp-content\/uploads\/Jacquard02-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><\/a><figcaption>Foto: Markus Schwei\u00df, CC BY-SA 3.0, <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/w\/index.php?curid=359024\">Link<\/a><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"has-vivid-red-color has-text-color wp-block-heading\" id=\"Mechanisierung\">Mechanisierung Textilindustrie<\/h2>\n\n\n\n<p>Die industrielle Entwicklung in der Textiltechnologie l\u00f6st das Verlegersystem am. Bisher wurden in Heimarbeit Textilien hergestellt und von Verlegern vermarktet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Mechanisierung und Automatisierung der Webst\u00fchle schafft in der Mitte des 19. Jahrhunderts f\u00fcr einen schnellen und radikalen Wandel. Automatisierte Webst\u00fchle stehen nun in gro\u00dfen Fabrikhallen. In Krefeld gab es 1902 fast 10.600 mechanische Webst\u00fchle in Fabriken wie denen von  <a href=\"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/index.php\/seidenweberei-krahnen-gobbers\/\" data-type=\"page\" data-id=\"570\">Krahnen &amp; Gobbers<\/a> (500), <a href=\"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/index.php\/samtweberei-mottau-leendertz\/\" data-type=\"page\" data-id=\"557\">Mottau &amp; Leendertz<\/a> und weiterhin ca. 6.000 Handwebst\u00fchle.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Bedarf f\u00fcr ausgebildete Arbeitskr\u00e4fte in den Webereien stieg, f\u00fcr die Ausbildung wurden die Seidenweber zur Konkurrenz nach Lyon geschickt, bis 1855 die <strong>H\u00f6here Webschule Crefeld<\/strong> und 1883 die <strong><a href=\"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/index.php\/faerberei-appreturschule\/\" data-type=\"page\" data-id=\"3550\">K\u00f6nigl. Webe-, F\u00e4rberei-, Appreturschule<\/a><\/strong> gegr\u00fcndet wurde. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-vivid-red-color has-text-color wp-block-heading\" id=\"Faerbereien\">F\u00e4rberei<\/h2>\n\n\n\n<p>In F\u00e4rbereien wurden Textilien mit nat\u00fcrlichen Farbstoffen gef\u00e4rbt. Dazu wurden z.B. Farbh\u00f6lzer die aus fernen L\u00e4ndern importiert und \u00fcber den Rhein und Uerdingen herangeschafft wurden, (siehe auch <a href=\"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/?s=herbertz\" data-type=\"page\">Familie Herbertz aus Uerdingen<\/a>), in den F\u00e4rbereien verarbeitet und nat\u00fcrlicher Farbstoff gewonnen. Sp\u00e4ter ersetzen synthetische Teerfarben die nat\u00fcrlichen Rohstoffe. In Krefeld gab es eine Vielzahl von F\u00e4rbereien, einer der gr\u00f6\u00dften und zumindest als Geb\u00e4ude erhaltenen Betriebe ist die <a href=\"https:\/\/www.industriekultur-krefeld.org\/index.php\/faerberei-flores\/\" data-type=\"page\" data-id=\"4390\">F\u00e4rberei Flores<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-vivid-red-color has-text-color wp-block-heading\" id=\"Teerfarben\">Teerfarben<\/h2>\n\n\n\n<p>Die ersten synthetischen Farbstoffe wurden in der ersten Haelfte des 19. Jahrhunderts zuf\u00e4llig gewonnen. Friedlieb Ferdinand Runge gewann 1834 aus Steinkohlenteer Anilin und gewann daraus durch Oxidation Anilinschwarz. Ebenfalls zufaellig fand der Englaender William Henry Perkin 1856 bei der Oxidation von verunreinigtem Anilin einen purpurvioletten Farbstoff, den er Mauvein (Anilinpurpur) nannte. <\/p>\n\n\n\n<p>Diese violette Farbe drang dauerhaft in Stoffe ein, ohne auszubleichen.&nbsp;Die Mauveinsynthese war aber der Startschuss f\u00fcr die Herstellung einer Vielzahl anderer synthetischer Anilin-Farben.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit synthetischen Farbstoffen konnte erstmals die riesige Nachfrage nach gef\u00e4rbter Kleidung befriedigt werden. <\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"has-vivid-red-color has-text-color wp-block-heading\" id=\"Appretur\">Appreturanstalt<\/h2>\n\n\n\n<p>In Appreturen erfolgte die veredelnde Behandlung von gewebten Textilien, oder auch schon den Garnen und Fasern, um ihnen ein besonderes Aussehen oder eine bestimmte Eigenschaften zu geben. Dies kann z.B. die Oberfl\u00e4chenstruktur, Steifheit, Weichheit, der Glanz, oder die Geschmeidigkeit sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Schlichten und Entschlichten<br>Vor dem Weben wird ein Schutzfilm, die sogenannte Schlichte, auf die F\u00e4den aufgebracht, damit der beschlichtete Faden geschmeidiger und widerstandsf\u00e4higer gegen mechanische Belastung und Reibung w\u00e4hrend des Webens ist und nicht rei\u00dft. Nach dem Weben wird die Schlichte z.B. durch auskochen entfernt und nach der Stoff weiterverarbeitet. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seide Seide wird aus den Kokons der Seidenraupe, der Larve des Seidenspinners, gewonnen. Der Mensch nutzte schon fr\u00fch die F\u00e4higkeiten der Raupen des Seidenspinners, der \u201eSeidenraupen\u201c, zur Erzeugung von Seide; bereits vor 5000 Jahren wurden in China Seidenraupen gez\u00fcchtet. 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