Tapeten- und Wachstuchfabrik Heeder & Co.

Vielen Krefeldern und auch überregional ist die „Fabrik Heeder“ bekannt. Denn seit 1989 wird das Gemäuer als städtisches Kulturzentrum genutzt. Das gute Beispiel der Umnutzung ließ allerdings die Geschichte des Gebäudes, seiner Umgebung, verblassen.

Im frühen 20. Jahrhundert waren gleich zwei große Tapetenhersteller in Krefeld tätig. Die erhaltene Fabrik Heeder wurde 1860 Franz-August Heeder und Wilhelm Niemann als Tapeten- und Wachstuchfabrik gegründet.

Sehenswert ist der markante Bau, dem Südausgang des Hauptbahnhofs gegenüber.

Geschichte und Hintergrund

Anzeige aus Städtebauatlas Crefeld 1922

Das wachsende Unternehmen errichtete 1906 am angestammten Platz das prägnante Fabrikgebäude, das bis heute die Erinnerung an die Tapetenfabrik wachhält. 1882 trat David Devries als Mitgesellschafter in das Unternehmen ein und übernahm es später.

Architektur

Als Architekten für den Neubau der Fabrik wirkte das Architekturbüro Girmes & Oediger und gestalteten die dreigeschossige Fassade repräsentativ aber auch geschmackvoll.

Die Gliederung erinnert an die Fabrikschlösser des 19. Jahrhunderts, der Verzicht auf eine Symmetrie macht die Fassade jedoch spannungsvoll, es ist für die Zeit eine hochmoderne Gestaltung, umgesetzt als Stahlbetonbau.

Das Fabrikgebäude Heeder & Co erwarb die Wellpappen- und Kartonagenfabrik Fritz Peters & Co. im Wege der Arisierung. Sie produzierte an diesem Standort bis Mitte der 1970er-Jahre. Siehe Arisierung / Heeder & Co

Erhalt

Das prägnante Bauwerk wurde in den 1980er-Jahren von der Stadt Krefeld zum Kulturzentrum umgebaut und ist seit 1988 als Fabrik Heeder fester Bestandteil der regionalen Kunst- und Kulturszene.

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