Herberz Häuser am Marktplatz

Die Familie Herbertz hat Uerdingen als Kaufleute, Grund- und Grundstücksbesitzer und als Zucker-Industrielle nachhaltig geprägt. Die bekannteste Hinterlassenschaft der Familie ist das klassizistische Wohnhaus am Uerdinger Marktplatzes.

Sehenswert sind die Häuser am Marktplatz, insbesondere auch das Innere des ersten und zweiten der Häuser, heute als Rathaus und Apotheke in Umnutzung.

Roggen- und Gerstenmühle im Rheinhafen

Eines der ersten Unternehmen das sich im 1905 erbauten Rheinhafen ansiedelte, war die Roggen- und Gerstenmühle von Reinhold Becker. Ihr Gebäude steht seit 1907 neben der Drehbrücke. Daran anschließend überragt der mächtige Backsteinbau des zweiten Getreidesilos von 1916 als Landmarke und ist schon aus Kilometern Entfernung zu sehen.

Sehenswert ist die gesamte Mühlenlandschaft an der Drehbrücke.

Zucker Fabriken in Uerdingen

Die Rheinstadt Uerdingen ist auch für seine Zuckerindustrie gerühmt geworden. Denn Rohrzucker aus tropischen Ländern und Zuckerrüben aus dem Rheinland wurden hier in Raffinerien und den ersten Fabriken der Stadt zu Zuckerbroten, Kandis, Würfeln und auch Zuckerhüten raffiniert. Die lange Industriegeschichte Uerdingens begann mit diesen Zuckerfabriken und die letzte und auch größte der vielen Fabriken ist bis heute erhalten.

Sehenswert ist das langgesteckte Gebäude der Zuckerfabrik P. Schwengers Söhne aus dem Jahr 1893.

Dujardin Weinbrennerei

Die Firmengeschichte der Weinbrennerei Dujardin geht zurück auf die Familie Melcher, die seit 1780 eine Konzession zum Brennen von Schnaps besaß. 1810 begann man in Uerdingen Cognac herzustellen, den Wein bezogen die Melchers von der Winzerfamilie Dujardin auf Chateau Merigots in der Charante. Die beiden Familien gingen eine Kooperation ein und Dujardin wurde zum Markennamen.

Sehenswert ist die erhaltene Weinbrennerei, die im Familienbesitz der Familie Melcher ist und für Besucher des Museums der Weinbrennerei und des Restaurants und Biergartens in der Küferei geöffnet ist.

Holtz & Willemsen

1880 wurde in Uerdingen eine Aktien- Spritfabrik gegründet, deren Betrieb nach Konkurs bereits 1888 von Franz Holtz und Reinhard Willemsen übernommen wurde, um dort ohne große bauliche Veränderungen eine Ölfabrikation einzurichten. Die Anlage ist das älteste erhaltene historische Industriegelände in Uerdingen.

Sehenswert sind ist das Lagerhaus am Rheinwerft, sowie die Eckbebauung zur Hohenbudberger Straße.

Getreidespeicher der Crefelder Lagerhausgesellschaft Schou

Eines der oft übersehenen Industriegebäude Krefeld sind die aus Eisenbeton erbauten Silos im Rheinhafen. Einer davon ist versteckt und nur von der Drehbrücke aus zu erblicken. Er ist in Betrieb seit über 100 Jahren in Betrieb.

Sehenswert ist der Silospeicher, heute zwar umringt von neueren Silos, das gerade macht ihn dennoch sehr fotogen.

Mühlenwerke Gottschalk

1907 wurde im Krefelder Rheinhafen ein Gelände am Hafenbecken erworben und im Juli 1908 eine hochmoderne Mühle mit Lademöglichkeiten zur Wasserstraße und zur Eisenbahn in Betrieb genommen. Ausgeführt wurde die Mühle durch die „Braunschweigische Mühlenbauanstalt Amme, Giesecke und Konegen“, als einem der bedeutendsten Mühlenbaubetriebe Deutschlands.

Sehenswert ist Mühle und das Silogebäude, allerdings ist kein Fußweg zu den Gebäuden vorhanden, im Rheinhafen sind die historischen Uferwege verfallen, die Hafenbahn hat Gleisanlagen im Verschubbetrieb und eine Besichtigung ist daher bisher noch nicht möglich.

Rheinische Röhrendampfkesselfabrik Büttner & Cie

Eines der großen metallverarbeitenden Unternehmen im Rheinland das sich auf Dampfkessel und vor allem Trocknungsanlagen spezialisiert hatte, war das Büttner Werk in Uerdingen. In der fortschreitenden Industrialisierung brauchte so gut wie jede Fabrik eine verläßliche Dampfmaschine und Agrarprodukte mussten schnell getrocknet werden können. Büttner war dafür einer der wichtigen Hersteller und lange ein verläßlicher und guter Arbeitsplatz für hunderte Uerdinger Arbeiter.

Sehenswert ist der in Fragmenten erhaltene Ursprung des Unternehmens, heute zwar nur noch eine Ruinenlandschaft am Rheinufer, aber ein wichtiges Stück Industrie- und verunglückte Denkmalgeschichte Krefelds.

Lager und Brotfabrik der Produktivgenossenschaft Niederrhein

1901 wurden in der Aufstigsphase der Sozialdemokraten in Krefeld die Konsumgenossenschaften „Fortschritt“ und „Solidarität“ gegründet. Ziel der Genossenschaften war die Versorgung der Mitglieder mit günstigen und fair gewogenen Lebensmitteln. Die Genossenschaften sollten ein wichtiger Schritt zu einer selbstverwalteten Wirtschaft sein, 1909-10 entstand daher Brotfabrik und Lager.

Sehenswert sind ist das straßenseitige Produktionsgebäude und das rückwärtige Lagergebäude der Genossenschaft.