Deutsche Edelstahlwerke

Eines der spannendsten Stücke Krefelder Industriegeschichte spielt nicht im feinen Samt und Seide Milieu, sondern da wo in die Hände gespuckt wird und glühendes Eisen die Welt erblickt. In einem traditionsreichen Stahlwerk, das fern aller Resourcen, schon fast „auf dem platten Land“ gebaut wurde. Warum das so ist, erzählen wir hier. Das Endprodukt ist jedenfalls auch etwas „feines“: edelster Stahl.

Sehenswert sind ist der Blick ins Werk von Stahldorf aus, die Zentrale/Hauptverwaltung der deutschen Edelstahlwerke an der Gladbacher Straße und der Blick in den ältesten Teil des Werks von der Brücke aus.

Siedlung Stahldorf

Nachdem im Jahr 1900 in Fischeln ein Stahlwerk errichtet wurde, waren dort ein Jahr später schon 80 Arbeiter beschäftigt. 1905-1908 entstand an der heutigen Oberschlesienstraße, in kurzer Distanz zum Stahlwerk, eine Siedlung die den passenden Namen „Stahldorf“ erhielt.

Sehenswert sind sind die Siedlungshäuser gegenüber einer heutigen Werkseinfahrt an der Oberschlesienstraße und weiter entlang der Vulkan- und Thyssen Straße.

Siedlung Ulmenstraße

1896 wird in Krefeld das damals schon aufsehen erregende schlossartige Gebäude einer Baumwollspinnerei als viergeschossiger, turmumstandener Bau errichtet, in der eine 2400-PS-Dampfmaschine fast 80.000 Spindeln antreibt. Die größten Probleme der Anfangsjahre der Crefelder Baumwollspinnerei AG war aber nicht ihre technische Ausrüstung, sondern die fehlenden Arbeiter. Die Arbeitskräfte kamen zu einem großen Teil aus Böhmen. Auf dem firmeneigenen Grundstück an der Ulmenstraße wurde daher 1900 eine Reihe Arbeiterhäuser errichtet. 

Sehenswert ist die Arbeitersiedlung Ulmenstraße. Die Spinnerei ist nicht erhalten.

Siedlung Klein Österreich

Ausgehend von der Siedlung Stahldorf entstand für das Stahlwerk in Krefeld eine Reihe von Wohnungsbauten, wie die schon weit in Richtung Fischeln seit 1938 erbaute Siedlung „Klein-Österreich“.

Sehenswert ist das gut erhaltene Siedlungsensemble.