Hauptfeuerwache Florastraße

1909 nahm die neue Hauptfeuerwache der Stadt Crefeld ihren Dienst auf. Die Stadt entwickelte dazu im bisher wenig bebauten Osten der Innenstadt ein Bauwerk, das bis ins Detail durchdacht und für die Besatzung von vierzig Mann die ideale Ausgangsbasis für die moderne Brandbekämpfung und den immer wichtiger werdenden Hygiene- Gesundheitsdienst war. Die Wache erfüllte ihre Aufgabe bis ins Jahr 2016 und ist nach 107 Jahren durch eine größere neue Hauptfeuerwache an anderer Selle ersetzt.

Sehenswert ist die sehr abwechslungsreiche Fassade der alten Hauptfeuerwache, ebenso die Bauten im um den Aufstellungshof.

Eisenbahn-Ausbesserungswerk Oppum

Das heutige Werk Krefeld der „DB Fahrzeuginstandhaltung“ wurde 1892 als „Werkstätten-Inspektion Oppum“ der preußischen Staatsbahn eröffnet. Die Anlage ist bis heute als Werk der DB Fahrzeuginstandhaltung in Betrieb.

Sehenswert sind die langgestreckten Inspektionshallen, der Wasserturm und der Blick ins Werk, von der Brücke in Oppum.

Rheinhafen Krefeld

Im November 1905 nahm der neu erbaute „Crefelder Rheinhafen“ seinen Betrieb auf. Der Hafen entstand rund 7km vom Stadtkern Krefelds entfernt. Seine Entstehungsgeschichte ist eng mit dem Kanalisationsprojekt des Rhein Maas Schelde Kanals verknüpft.

Sehenswert ist die Hafeneinfahrt, die historischen Lagergebäude auf dem Hafenkopf, die Drehbrücke, Mühlengebäude und die Seifenfabrik, allesamt aus der Entstehungszeit des Hafens um 1906, ein einmaliges und hochrangiges Denkmalensemble in Krefeld.

Rheinwerft Uerdingen

Uerdingen war Jahrhunderte der Umschlagplatz für Waren aus fernen Ländern die hier umgeladen und in das Hinterland transportiert wurden. Der „Uerdinger Hafen“ ist das langgezogene Flussufer des Rheins entlang der Stadtmauer. Die Stadt Uerdingen war zudem ein wichtiger Zollort, bis zu vier unterschiedliche Zölle wurde hier erhoben. 

Sehenswert ist das Uerdinger Werft, die heutige Uerdinger Promenade, das Uerdinger Zollamt, der sich unmittelbar anschließende historische Stadtkern Uerdingens.

Klärwerk

Das ehemalige Klärwerk der Stadt Krefeld ist ein technisches Kulturdenkmal, denn nicht nur seine überlieferte und ablesbare Funktionsweise ist eine spannende Geschichte, sondern ebenso die Architektur, aber genauso die Ingenieurkunst, welche zur Konstruktion und Formgebung beitrug. Das Klärwerk liegt auf der Europäischen Route der Industriekultur ERIH

Sehenswert ist die Gesamtanlage und insbesondere die historische Klärhalle, in der das Abwasser gereinigt wurde.

Lagergebäude Rheinhafen

Eines der Wahrzeichen der Stadt Krefeld sind die stolzen Lagergebäude auf der Halbinsel des Krefelder Rheinhafens. Wer immer mit dem Auto oder Fahrrad die Rheinbrücke quert, wirft automatisch einen Blick darauf. Sie erzählen aus der Zeit, als sich die Stadt Krefeld von Samt und Seide löste. Neues Gewerbe sollte hier Platz finden. Und dazu entstand eines der modernsten Logistikzentren seiner Zeit.

Sehenswert sind die beiden Lagergebäude auf dem Hafenkopf. Sie sind allerdings bisher nicht zugänglich. Die beste Perspektive ergibt sich zur Zeit von der Rheinbrücke oder der Hafen-Drehbrücke.

Drehbrücke Rheinhafen

Die Drehbrücke des Krefelder Rheinhafens ist ein in Betrieb befindliches technisches Denkmal und zählt zu den Markenzeichen der Stadt Krefeld. Sie ist seit 1905 in Betrieb und wird täglich, da bisher keine andere kurze Zufahrt für die Hafenhalbinsel des Rheinhafens geschaffen werden konnte, von hunderten LKW befahren.

Sie Drehbrücke ist sehr sehenswert, Sitzbänke neben der Bücke laden zum Verweilen ein, der Standpunkt und Rundumblick ermöglicht das Erlebnis eine der herausragendsten Industriekultur-Landschaften des Rheinlands.

Hafenbahn

Die Hafenbahn des Rheinhafens gehörte zum Infrastrukturprojekt „eigener Hafen“ der Stadt Krefeld. Es entstand dazu in Linn, an der Grenze zu Uerdingen, ein Verschubbahnhof, der auch als Übergabepunkt zur Staats- Eisenbahn diente..

Sehenswert sind die erhaltenen Bauten, das Betriebsgebäude und die Dampflok-Remise. Das Stellwerk wurde allerdings bereits abgerissen.

Kanalpläne, der Rhein-Maas-Schelde-Kanal

Seit Jahrhunderten gibt es Bestrebungen, den Niederrhein durch ein Kanalprojekt mit der Schelde bei Antwerpen in Belgien zu verbinden. Einige dieser Projekte wurden begonnen, keines ist bisher fertiggestellt worden.

Sehenswert und erhalten sind die Reste der Bauwerke aus der Zeit, als Teile des Rheinlands zu Spanien oder Frankreich gehörten. Dazu gehört der Rheinhafen in Krefeld, der als Ausgangshafen eines Kanals dienen sollte.

Rheinbrücke Krefeld-Uerdingen

Eines der bekanntesten Bauwerke der Region ist die Rheinbrücke, die Uerdingen mit Mündelheim verbindet. Sie ist ein technisches Industriedenkmal mit einer spannenden Geschichte, die bis heute den Verkehr zwischen den beiden Rheinseiten sicherstellt. Die Brücke kommt nun, aufgrund der exponentiell gestiegenen Verkehrsströme, an ihre Leistungsgrenzen.

Sehenswert ist die Brücke, eines der meistfotografierten Objekte in weitem Umkreis. Sie kann vom Uerdinger Werft oder dem Rheinhafen aus gut überblickt werden, das Bauwerk sollte aber besser zu Fuß oder mit dem Rad genauer in Augenschein genommen werden.

Hauptbahnhof

Für den 1907 neu eröffneten Krefelder Hauptbahnhof lieferte der Architekt und Eisenbahn-Baubeamte Karl Biecker den Plan. Er hatte zuvor einen prächtigen Entwurf für den 1902 eröffneten Koblenzer Hauptbahnhof vorgelegt. Krefeld sollt einen formschönen, aber auch der preussischen Eisenbahn und der Bedeutung Krefeld angemessenen stattlichen Staatsbahnhof erhalten. Der Hauptbahnhof schließt die Verlängerung des Ostwalls ab.

Sehenswert ist der Bahnhof und insbesondere die Bahnsteighallen.

Höherlegung der Eisenbahn, die Brückenlandschaft Hauptbahnhof

Jeder Krefelder kennt sie, die vielen Eisenbahnbrücken der Innenstadt. Der Bahnkörper wird nun oftmals als eine störende Trennung zwischen der Innen- und der südlichen Stadt wahrgenommen.

Die Höherlegung der Gleise über das Straßenniveau waren aber enorm wichtige Bausteine beim Ausbau Krefelds zur „modernen Stadt“. Sie folgte damit den Vorbildern anderer europäischer Großstädte wie Köln, Berlin, Wien oder Paris. 

Sehenswert ist die gesamte Brückenlandschaft rund um den Hauptbahnhof.

Südbahnhof

Einer der interessantesten Bahnhöfe Krefelds ist der zweite Südbahnhof. Er war ein Regionalbahnhof und diente der Crefeld- Kreis-Kempener Industrie-Eisenbahn als der südliche städtische Haltepunkt. Der erste Südbahnhof lag von der Bahnlinie aus gesehen ursprünglich zur Innenstadt hin, die Bahnstrecke führte ebenerdig über den heutigen Ring bis zum Nordbahnhof.

Sehenswert ist der Bahnhof selbst, heute in Nutzung als das Werkhaus Krefeld.

Bahnbetriebswerk Krefeld

Das Werk wird heute als BW-Krefeld unter der Regie eines privaten Betreibers für die Instandhaltungen von Lokomotiven, Revisionen, Abnahme und Untersuchung elektrischer Lokomotiven, Versorgung mit Betriebsstoffen wie Sand, Spurkranzschmierung, aber auch Stillstandswartungen an Elektro- und Diesellokomotiven benutzt.

Das Werk kann zur Zeit nicht besichtigt werden, der Einblick in das Gelände ist nicht möglich.

Crefeld- Kreis-Kempener Industrie-Eisenbahn „Schluff“

Nachdem 1849 die Eisenbahn die Stadt Krefeld erstmals berührte, brach ein neues Zeitalter an. Die Menschen waren elektrisiert von der Zukunft des Verkehrs.

Kleineren Städten und Landkreisen um Krefeld herum war das enorme Potential des Eisenbahnverkehrs natürlich nicht entgangen. Man wollte gar nicht auf den Anschluss warten, sondern wurde mit der Gründung einer Industrie-Eisenbahn selber aktiv.

Sehenswert sind die erhaltenen Strecken und wenn sie schlurft, die Ausflugbahn „Schluff“

Nordbahnhof

Der älteste erhaltene Bahnhof Krefelds ist heute der unter Denkmalschutz stehende Nordbahnhof. Er war ein Regionalbahnhof und diente der Crefeld- Kreis-Kempener Industrie-Eisenbahn als nordwestlicher Haltepunkt im Norden der Stadt.

Sehenswert ist der Bahnhof, die Gleisanlagen und die Bahnsteigüberdachung.